Motorrad Fernreise Südamerika durch den Amazonas Regenwald


 
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Gegen Abend verdunkelte sich der Himmel. Es zogen bedrohlich wirkende Wolken auf. Alle Zeichen deuteten auf ein tropisches Gewitter.
 
Motorradtour durch Lateinamerika
Da ich heute bereits knapp 500 km geschafft hatte, war es sowieso Zeit, mich nach einem Schlafplatz für die Nacht um zu sehen.
 
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Am besten gleich hier. Ich war gerade an einem kleinen Haus vorbei gefahren, vor dem ein hübsches Mädchen mit zwei Kindern spielte.
 
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Ich wendete, fuhr zurück und fragte mit Händen und Füssen, ob ich im Garten mein Zelt aufbauen und übernachten dürfe.
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Dass erntete einiges an Heiterkeit. Komische Gringos. Als man jedoch merkte dass ich es ernst meinte, schlug man mir vor,
 
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das Zelt lieber unter dem Dach in der Garage auf zu schlagen. Es ziehe ein heftiges Gewitter mit viel Regen (Chuwa) auf.
 
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Sieben Leute verfolgten neugierig jeden Handgriff von mir. Innerhalb weniger Minuten stand mein Zelt, welches mir in der Garage als Mückenschutz diente.
 
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Hier gebe es zwar keine Malaria aber das ebenfalls durch Mücken übertragene Denge Fieber (Gelbfieber?)
 
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Als mein Zelt stand, führte man mich durch den Garten und präsentierte mir stolz die zahlreichen Früchte die dort wuchsen.
 
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Ich kannte nur von den wenigsten den Namen. Später beim Abendessen wurde mir zu Reis mit Fleisch leckerer Suka Fruchtsaft aus einer harten grossen Frucht serviert,
 
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von der ich nie erwartete hätte dass sie so lecker schmecken kann. Dann trat ich in ein Fettnäpfchen.
 
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Als wir ins Gespräch kamen, fragte ich das hübsche, 20 Jahre alte Mädchen, ob der alte Mann, für den sie mangels Zähne die Maiskörner von einem Maiskolben kratzte, ihr Grossvater sei.
 
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Nein es war seit vielen Jahren ihr Ehemann und ihre beiden drei und zwei Jahre alten Kinder sind von ihm. Ooops...
Pädophilie ist in vielen Ländern ganz normal.
 
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Weiter ging es Richtung Terresina durch riesige, Urwaldähnliche Palmenwälder. Immer wieder kam ich durch kleine Städte,
 
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die jeweils am Beginn und am Ende gefährlich hohe, teilweise wirklich schwer zu erkennende Speedbumps hatten.
 
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Der LKW Verkehr wurde dichter. Kurz vor der Grosstadt Terresina zog erneut ein Gewitter auf und ich verspürte keine Lust mehr, weiter zu fahren.
 
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In einem hübschen, gepflegten Häuschen mit Zaun drum herum fragte ich, ob ich unter dem Vordach mein Zelt aufschlagen dürfe.
 
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Ein älteres Ehepaar hiess mich Fremden mit offenen Armen als ihr Kind willkommen, führte mich ins Gästezimmer und holte noch schnell frische Handtücher, damit ich duschen könne.
 
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Dann wurde ein reichhaltiges Abendessen serviert. Wow. Es ist wirklich unglaublich, wie gastfreundlich die Brasilianer sind.
 
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Die Bitte, ich solle doch einige Tage bleiben, erfüllte ich gerne. So konnte ich zum Mechaniker von PC Racing oficina multimarcas gehen, der meine Ventile einstellte. Danke :) Stolz stellten mich meine Gastgeber auch den Verwandten die in der Nachbarschaft lebten vor,
 
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und zeigte mir die vielen verschiedenen Früchte, die überall wuchsen. Es sorgte für grosse Erheiterung der Anwesenden zu sehen, wie ich sauren Lemonen
 
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frisch vom Baum aufschnitt und genussvoll verspeiste. Später zeigte ich auf meiner Marco Polo Papierkarte den Verlauf meiner bisherigen Motorradtour.
 
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Da auf dieser Karte jedoch aus unverständlichen Gründen die Hälfte von Brasilien zu Gunsten riesiger Ozeanabschnitte und Nicaragua, Costa Rica und Panama fehlte,
 
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und mein GPS Geräte ab einer bestimmten Zoomstufe sämtliche Strassen ausblendet, zauberte mein Gastgeber am nächsten Tag flugs eine Brasilienkarte für mich herbei.
 
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Entgegen meinen Erwartungen gab es in dem riesigen Land nur drei durchgehende Strassen in den Süden: über Palmas, de Santan und Barreiras. Letzere wollte ich nehmen.
 
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Es war eine gute Wahl. Die schmale Strasse schlängelte sich durch schön grüne, bewaldete Landschaft. Etwa alle hundert Kilometer gab es ein kleines Dorf mit einer Tankstelle.
 
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Der Spritpreis in dieser abgelegenen Region kletterte auf 3,10 Reais also 1,60 Euro. Echt heftig wenn man teilweise sehr geringen Einnahmen der Bevölkerung berücksichtigt.
 
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Hier lebten viele Menschen in kleinen Lehmhüttchen. Strom oder gar fliessend Wasser gab es nicht. Wasser musste mühevoll teilweise über mehrere Kilometer auf dem Kopf heim getragen werden.
 
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Trotzdem waren die Menschen fröhlich und sauber gekleidet. Man lebte in riesigen Grossfamilien mit den Eltern, Geschwistern und deren Ehepartnern und Kindern zusammen.
 
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So war es auch überhaupt kein Problem, als ich in einer kleinen Siedlung fragte, ob ich übernachten dürfe. Selbstverständlich lud man mich ein und zeigte mit stolz,
 
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wo der Maniok wächst, den es hier neben Früchten fast als einziges Nahrungsmittel sowohl zum Frühstück als auch zum Abendessen gibt.
 
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Das Dosenfleisch, dass ich noch seit der Fährfahrt durch den Amazonas Regenwald mit mir herum fuhr, stellte da eine willkommene Abwechslung für alle dar. Wie immer erfolgte die Kommunikation mangels meiner Portugiesischen Sprachkenntnisse mit Händen und Füssen.
 
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Am nächsten Tag riss meine Kette. Ich war gerade 100 km gefahren und befand mich im nirgendwo, als sich plötzlich die Drehzahl meiner Maschine erhöhte. Zum Glück entstand kein Schaden am Motor. Ein freundlicher Mann der ebenfalls auf einer 125 ccm Maschine vorbei kam, zog mich zur nächsten Tankstelle.
 
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Hier gab es auch einen Reifenservice und dort wiederum einen grossen Hammer. Mit ihm schlug ich die zwei Nieten heraus. Dann konnte ich die Kette mit einem Kettenschloss dass ich glücklicherweise dabei hatte wieder schliessen.
 
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In Berreiras fragte ich im Autohaus von VW, ob ich das Internet nutzen dürfe. Es wurde mir freundlicherweise erlaubt. Anschliessend lud man mich zu einem reichhaltigen Essen in ein leckeres Restaurant ein. Ein krasser Kontrast.
 
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Gestern habe ich noch in einem kleinen Häuschen aus Lehm Maniok gegessen... Die Leute waren sehr interessiert an meiner Motorradtour und konnten kaum glauben, dass ich mit einem kleinen Motorrad so weit gefahren bin.
 
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Irgendwie bekam das lokale Fernsehen TV Oeste davon Wind und lud mich für den nächsten Tag zum Interview ein. Bis dahin wurde ich eingeladen zu bleiben.
 
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Die freundlichen Leute von VW organisierte für mich sogar die erste Übernachtung auf dieser Motorradtour in einem Hotel. Mit 25 Dollar überstieg sie meine täglichen Ausgaben um ein vielfaches.
 
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Das Interview verlief sehr erfolgreich. Die brasilianischen Reporter lieben es einfach, wenn ich zu recht die Gastfreundschaft der Bevölkerung und die vielen verschiedenen Früchte des Landes lobe.
 
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Gegen Abend verliess ich die Stadt, um mir etwas ausserhalb einen Platz zum Zelten zu suchen. Es war bereits stock dunkel und die entgegen kommenden LKW blendeten mich sehr.
 
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Zum Glück sah ich wenige Kilometer aussherlab der Stadt ein einsames Licht. Es gehörte zu dem Haus einer kleinen Familie, die mich herzlich willkommen hieß.
 
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während ich mein Zelt aufbaute, servierte man mir eine schüssel mit Griessbrei. Dazu gab es den hier üblichen, sehr süssen Kaffee. Lecker :)
 
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Leider hörte diese enorme Gastfreundschaft 400 km weiter süedlich auf. Als ich kurz vor der Hauptstadt Brasiliens auf riesigen eingezäunten Farmen fragte,
 
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ob ich mein Zelt aufschlagen dürfe, wurde ich mehrfach weg geschickt. Wildes Zelten stellte auf Grund von hohen Zäunen, die zerschnitten werde müssten, nur eine Notoption dar. Ich möchte niemand schaden.
 
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Schliesslich erhielt ich die Erlaubnis, in der Ruine einer Tankstelle zu übernachten. Zu meinem Erstaunen funktionierte eine der Steckdosen im Haus und als ich meinen Rechner startete, fand dieser sogar ein WiFi Netzwerk mit Internet.
 
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Am nächsten Tag stürzte ich mich in den starken LKW Verkehr Richtung Uberlandia. Ein Grossteil der 500 km langen Strecke waren Baustellen. Immer wieder gab es gefährliche Speedbumps.
 
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Einen im Schatten eines Baumes liegenden Speedbump übersah ich. Mein Motorrad schanzte in die Luft und landete krachend wieder auf dem holprigen Asphalt. Fast wäre ich gestürzt.
 
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Durch die harte Landung brach mein Gepäckträger. Ich war völlig fertig, als ich schliesslich bei Bruno in Uberlandia ankam,
 
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der mich freundlicher weise und ohne mich persönlich zu kennen übers Internetforum HUBB eingeladen hatte.
 
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Es stellte sich heraus dass Brunos Vater ein sehr einflussreicher Mann in Uberlandia ist. Um mich als sein "Filio" (Sohn) seinen Kollegen vor zu stellen,
 
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nahm er mich am Abend mit zu einer Konferenz der einflussreichsten Wirtschaftsbosse Uberlandias. Es ging um mehrstellige Millionenbeträge.
 
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Einige der Leute sind mit dem eigenen Helikopter zu dieser Konferenz gekommen. Was für eine Welt. Ich hatte den Aufstieg von einem Haus ohne Wasser und Strom in den Sitzungssaal dieser Millionäre innerhalb weniger Tage geschafft *lach*
 
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Man war sehr interessiert an meiner Motorradtour und meinte sie sei wichtig, da sie bei den immer mehr von Krediten und Konsum abhängigen Menschen die Illusion erwecken,
 
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sie könnten auch Reisen gehen und fremde Länder besuchen, wenn sie nur wollten. Alleine diese Illusion reicht den meisten Leuten zum Glücklich sein und glückliche Menschen arbeiten produktiver.
 
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Ich denke da ist was drann. Dabei wollte ich eigentlich zeigen, dass man auch ohne Smartphone und Konsum leben kann. Die Welt da draussen ist auch HD und liefert ein besseres 3D Bild als jeder Flachbildfernseher, auch wenn sie die Grösse meiner bereisten Länder nur schwer in Fussballfeldern messen lässt...
 
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Der Besitzer von Cardoso Honda war ebenfalls auf der Konferenz anwesend und lud mich ein, ich dürfe meine kleine Chigedita vorbei bringen.
 
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Er werde auf Kosten des Hauses den Gepäckträger schweissen, die Kette tauschen und eine Inspektion machen lassen. Vielen Dank!!!
 
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Als ich die Maschine kurz vor einem weiteren Fernseh Interview bei MG TV1 und meinem Vortrag in der Federal University of Uberlândia und einem weiteren Vortrag an der Nacional High School wieder zurück bekam, glänzte sie neuwertig.
 
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Der Mechaniker hatte sie zusätzlich gewaschen und poliert. Dass muss dem Fernsehsender TV Paranaiba so gut gefallen haben, dass sie mich am nächsten Tag zum 6. TV Inverview dieser Reise einluden.
 
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Auf Amazonia Acontece und Rockriders fand ich ausserdem einen Artikel über meine Motorradtour.
 
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In Barretos fuhr ich aufs grösste Motorradtreffen Brasiliens. Hier sponsorte ein Politiker den Eintritt für einen ganzen Motorradclub. Man war freigiebig mit den Eintrittskarten und lud mich ebenfalls ein.
 
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Leider hatte der Motorradclub Mitglieder vom Typ "Ich jage meinen kalten Motor in den Drehzahlbegrenzer wenn ich weiss, dass danneben Leute zu schlafen versuchen".
 
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Auf dem riesigen Gelände auf dem normalerweise Rhodeoreiten statt findet, gab es zahlreiche leerstehende Ranch Häuser.
 
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Hier konnte ich mir nach einer erstklassigen Motorrad, Trail und Enduroshow ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen suchen, während sich die "Motorradfahrer" ausschliesslich dem Freibier widmeten.
 
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Überhaupt scheinen bei vielen "Motorradfahrern" hier Seitenständer und Drehzahlbegrenzer, ein Notfallprogramm bei dem das Steuergerät bei Überschreitung der maximalen Drehzahl kurzzeitig die Zündung ausschaltet,
 
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um den Motor bei einem Fahrfehler vor der Zerstörung durch zu hohe Fliehkräfte zu schützen, die wichtigsten technischen Einrichtungen am Motorrad zu sein.
 
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Vorzeitige Alterung der Motoren und Metallspanbildung durch mangelnde Schmierung bei kaltem Öl der Motoren kann das Notprogramm jedoch nicht verhindern.
 
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Weiter gings nach Pirassununga. Hierher hatten mich Paula & Paulo per Mail eingeladen, nachdem sie auf der Internetseite des Fernsehsenders G1 den Artikel über meine Rundreise gelesen hatten.
 
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Bei meiner Ankunft erwartete man in der örtlichen High School schon meinen Vortrag. Mein Ruf war mir voraus geeilt. Einige Schüler wollten sogar ein Autogramm von mir. Lustig.
 
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Paula & Paulo verwöhnten mich sogar noch mehr als ihre Katzen. Es gab dick belegte, salzige und süsse Pizzen und an einem anderen Tag all you can eat in einem leckeren Nudel Restaurant.
 
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Unglaublich was für unterschiedliche Gerichte man auf Basis von Nudeln machen kann. Immer wieder brachten verschiedene Kellner neue Spezialitäten.
 
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Verschiedene Arten Lasagne, Spaghetti mit und ohne Pesto oder Knoblauch oder Tortelinie. Fast wäre ich geplatzt.
 
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Auf dem Motorradtreffen des Motorradclubs Senistro konnte man sich auf Grund der Lautstärke der Musik leider nicht mit anderen Leuten unterhalten.
 
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Ich bekam jedoch Kontakt zum Honda Händler Peres Moto, der mir kostenlos Ersatz für meine schwächelnde Batterie spendierte. Vielen Dank :)
 
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Zur Juni Party des Jeep Clubs zu dem Paula und Paulo gehörten, wurde ich ebenfalls eingeladen. Neben tratidionellen Köstlichkeiten
 
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waren natürlich die teilweise aus VW Käfern und anderen Fahrzeugen selber gebauten Buggys die Highlights dieser Veranstaltung.
 
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Sie waren so haltbar, dass man mich sogar mit den Worten fahren liess, dass ich es eh nicht schaffen würde das Fahrzeug zu zerstören. Stimmt. Ich jagte übers Gelände, driftete durch staubige Kurven oder erklomm steile Berge.
 
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Kurz vor meiner Weiterreise fand in Pirassununga eine grosse Flugshow der dort stationierten Air Force Academy statt, die ich mit Paula & Paulo besuchte.
 
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60.000 Besuchern wurde neben Formationsflügen und Acrobaticflügen auch die Wendigkeit von Kampf Jets, die extra hierfür aus den USA und Kanada angereist waren, demonstriert.
 
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Diese Flugzeuge sind selbst am Boden in der Lage, fast auf der Stelle zu wenden. Schon das Schreien der Triebwerke ist Respekt einflössend.
 
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Es gleicht einem Wunder, wenn so eine fliegende Waffe später mit Schallgeschwindigkeit lautlos an einem vorbei jagt und einige Sekunden später mit lautem Donner der Schall folgt.
 
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Es ist trotz Maschinenbaustudium immer wieder faszinierend zu sehen, das die´Triebwerke trotz einer so enormen Belastung nicht einfach zerreisst.
 
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Später reiste ich bei winterlichen Temperaturen um die 10 Grad und Regen nach São Paulo weiter. Ich war heil froh einen GPS Punkt zu haben, den ich anfahren konnte.
 
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Die 19 Millionenstadt São Paulo war die grösste Stadt, die ich je gesehen habe. Es gab 20 spurige Strassen, die sich immer wieder teilten, mehrstöckige Brücken und tausende Hochhäuser.
 
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Dazu den rücksichtlosesten Verkehr, den ich auf dieser Tour erlebt habe. Immer wieder fuhren LKW bis auf wenige Zentimeter auf mich auf.
 
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Autofahrer drängelten sich rechts und links an mir vorbei, um mich dann wenige Meter später aus zu bremsen und irgendwo ab zu biegen. Ein Albtraum.
 
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Schliesslich am Ziel, wurde ich erneut sehr freundlich von Freuden meines Vaters empfangen und konnte einige Tage entspannen, bevor ich weiter nach Rio de Janeiro fuhr.
 
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Die schmale Strasse nach Rio de Janeiro schlängelte sich die bergige Küste entlang. Es war sehr grün - fast wie im Regenwald.
 
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Die Sonne schien und ich kam durch viele kleine Dörfchen und vorbei an zahlreichen schönen Stränden.
 
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Obwohl ich den ganzen Tag lang fuhr, schaffte ich nur 300 Kilometer. Abends fragte ich Leute, ob ich auf dem Grundstück ihres Wochenendehäuschens zelten dürfe.
 
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Da es gleichzeitig anfing zu regnen, lud man mich ein im Gästezimmer zu übernachten. Zuvor gab es jedoch ein leckeres Abendessen. Die Brasilianer sind so unglaublich freundlich.
 
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Im weiteren Verlauf der Strasse war weniger Verkehr. Ich genoss die vielen Kurven und die atemberaubende Schönheit der Landschaft und wunderte mich nur,
 
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als ich plötzlich immer wieder Sensorstreifen in der Strasse sah. Es dauerte viel zu lang, bis ich endlich realisierte, dass diese Sensorstreifen
 
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zu teilweise gut versteckten Radarfallen gehörten, die Fahrzeuge von hinten blitzen. Die ersten Fallen meiner 25.000 Kilometer langen Motorradtour.
 
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Mit einem Schlag wurde der Tag, der so wunderschön begonnen hatte, zum Albtraum. War ich wirklich mehrfach hintereinander in Radarfallen geraten?
 
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Die letzten 300 km bis Rio de Janeiro waren gespickt mit diesen Geräten. Obwohl diese mautfreie Hauptverkehrsstraße breit und gut ausgebaut war, wurde die Geschwindigkeit immer wieder auf 40 km/h beschränkt, um Überschreitungen zu provozieren.
 
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Ich fand kein einziges Schild, mit dem diese Beschränkungen später wieder aufgehoben wurde. Die moderne Art der Wegelagerei. 20% zu schnell fahren kostet R$574,61 (230 Euro).
 
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Radarfallen gab es ausserhalb von Ortschaften meist an Stellen, an denen man gefahrlos 100 km/h fahren könnte.
 
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Joerg, der mich nach Rio eingeladen und mir gezeigt hat, dass es Früchte (links) gibt die wie Tomaten (rechts) aussehen
 
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aber sehr süss schmecken, beruhigte mich. Die Geräte hätten mehr Unfälle verursacht als sie verhindert hätten und seien darum derzeit nicht in Betrieb . Hoffen wir es. An dem Tag an dem diese 44 Fallen in Betrieb gehen, wird aus der schönsten Motorradstrecke Brasiliens die gefährlichste Strasse werden. Weiter gehts auf der nächsten Seite.
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