
Fahrbericht Kawasaki EL 250

Nach meiner Schulzeit, erfüllte ich mir den Traum vom eigenen Auto in Form eines silbernen, gebrauchten Toyota Corolla XLI Hit mit nur knapp 14 tkm.
Die Freude der großen Freiheit dauert jedoch nicht lange. Nach meiner Einberufung zur Zwangsarbeit, konnte ich mir die knapp 2000.- Euro Versicherungsprämie für Fahranfänger unter 23 Jahren pro Jahr so wie Steuern und Benzin nicht mehr leisten, und mußte mein Auto verkaufen.
Da die öffentlichen Verkehrsmittel für mich keine wirkliche Alternative zum Auto darstellten, kaufte ich einen Motorroller mit 50ccm den man mit dem neuen PKW Führerschein fahren darf.
In der Stadt erwies sich solch ein Roller als wesentlich praktischer als ein Auto, für das man oft keinen Parkplatz findet.

Da jedoch unverständlicher Weise viele Tunnel innerhalb der geschlossenen Ortschaft als Kraftfahrstraßen für Kleinkrafträder gesperrt waren, was mich zu großen Umwegen zwang obwohl in diesen Tunnels auch nicht schneller als 50 km/h gefahren werden durfte, entschied ich mich dazu den Motorradführerschein zu machen. Um auf abgesperrtem Privatgelände üben zu können, kaufte ich mir einen kleinen Cruiser.
Nach dem Bestehen meiner Führerscheinprüfungen habe ich die 27 PS starke Kawasaki EL 250 mit Ganzjahreszulassung für 84.- Euro im Jahr in der Klasse bis 30 PS bei der WGV-Versicherung versichert, und meinen PGO BigMax 50 ccm Roller verkauft.
Im Winter zahlte sich meine Entscheidung für ein niedriges und leichtes Motorrad aus, als ich mehrfach auf verschneiter und eisglatter Fahrbahn ins Rutschen kam und es mir immer wieder gelang, die Maschine mit den Füßen ab zu fangen.
Die Eliminator war ein recht zuverlässiges Motorrad. Neben Öl- und Filterwechsel mußte lediglich die Kette mußte getauscht werden.
Nachdem ich in den Sommerferien mit meinem Motorrad nach Mallorca und zurück gefahren bin, mußten der Hinterreifen und zwei Glühbirnen austauscht werden.
Im nächsten Winter wurde die Ventildeckeldichtung aus Gummi plötzlich undicht. Ob das eine Folge des Öl- und Filterwechsels eine Woche vorher war, konnte ich nicht feststellen.
Um die Dichtung zu erneuern, mußten die Sitzbank, der Tank und die Zündspulen entfernt, und die Kühlflüssigkeit abgelassen werden.
Nachdem ich zwei Jahre im Besitz des Motorradführerscheins war und damit automatisch grosse Maschinen fahren durfte, habe ich die kleine, zuverlässige Kawasaki zugunsten einer Honda Transalp verkauft.








