Motorrad Abenteuer Reise Transafrika 2 Jahre alleine durch Afrika


 
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Radiointerview zu Gast in der Sendung "Mein Abenteuer" auf RPR1 mit Reiner Meutsch:


Tobias gab in Deutschland alles auf, als ihn Afrika rief. Und so wie erhofft lernte der Abenteurer den Kontinent in all seinen Facetten kennen. Kenia lockte mit Stränden wie im Reisekatalog, 'Mosungo' war so frei eine Salatschüssel als Motorradhelm zu benutzen und durfte mit einem echten Häuptling zu Abend essen. Aber auch die gefährlichen Seiten Afrikas blieben Tobias nicht erspart. Er wurde bedroht, betrogen und fiel in eine 25m tiefe Schlucht.


 
Diavortrag


Multivisions Reisevortrag: Die Welt da draussen ist auch HD. Alles was man über Weltreisen wissen muss. Einladungen auf Veranstaltungen, Messen oder Treffen etc. sind immer willkommen.
Es war an einem sonnigen Tag im Winter 2012. Ich saß gemütlich am Frühstückstisch und überflog die Überschriften einer Motorradzeitschrift. Langsam rührte ich in meinem Kaffee. Plötzlich weckte ein Artikel meine Reisefieber. Da war jemand aufgebrochen, um während seinem Urlaub eine geführte Motorrad Rundreise von Deutschland über Ägypten nach Südafrika und zurück zu machen. "Das letzte Abenteuer der Menschheit".
 


 

 

 

 

 


 
Zeitungsartikel


 
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Seit damals ein Freund von mir mit seinem Unimog durch Afrika gefahren ist und mir anschliessend tolle Dias gezeigt hatte, habe ich ebenfalls von einer Transafrika Rundreise geträumt. Wenn ich einmal gross bin. Ich war damals ungefähr 16 Jahre alt. Nun, zehn Jahre später beschloss ich, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um meinen Kindheitstraum endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Das Leben hat so viel mehr zu bieten als nur Arbeit und Karriere. Mit diesen Worten reichte ich meine Kündigung ein.
Mein Reisebudget lag bei 5000 Euro für zwei Jahre. 700 Euro davon investierte ich in das perfekte Motorrad: eine Honda XL 600V Transalp im Originalzustand ohne teures Wilbers Federbein etc.

Genau so gut hätte man natürlich eine gebrauchte Honda Africa Twin für eine Weltreise verwenden können. Oder einen Land Rover Geländewagen oder Mercedes offroad LKW. Ein Motorrad bietet jedoch deutliche Vorteile. Abraten würde ich jedoch von BMW 1200 GS LC siehe: 1, 2, 3 es sei denn, man bekommt sie durch Sponsoren umsonst und hat Begleitfahrzeuge voller Ersatzteile mit dabei.
 
Anfällige Computertechnik kann in Afrika, Südamerika und Asien niemand reparieren und das theoretische Argument, dass man sich benötigte Teile ja einfach per Post nachschicken lassen kann scheitert in der Praxis meist daran, dass die fleissigen Beamten vom Zoll für die Bearbeitung einer Sendung oft mehrere Woche brauchen, falls diese überhaupt an kommt.
 
Ausserdem reisst alleine der Wertverlust eines Neufahrzeuges ein gewaltiges Loch in die Reisekasse. Ein gebrauchtes Motorrad dagegen kann man nach der Reise oft ohne Wertverlust zum gleichen Preis wieder verkaufen. Auch sieht man damit nicht aus wie Geld auf Beinen und wird dadurch weniger angebettelt und über den Tisch gezogen. Kleider machen Leute.
 
 
Afrikakarte
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Motorrad Treffen und Termine
Hier können Sie die GPS Koordinaten dieser Abenteuer Motorradtour als *.xls Dokument und hier als *.gpx für die Weiterverarbeitung mit Garmin MapSource herunter laden (mit Rechtsklick Ziel speichern unter wählen).
 
Diesen Bericht habe ich live von unterwegs auf verschiedenen Rechnern mit und ohne deutschen Sonderzeichen geschrieben. Viel Spass beim Lesen :-)
 
Abenteuer Motorradtour um Afrika - Safari Kenia, Tansania und Südafrika
Einige Tage später schickte ich nach der Lektüre anderer Reiseblogs meinen Reisepass mit einem Anschreiben und zwei ausgefüllten Antragsformularen, zwei Passbildern und einem frankierten Rückumschlag zur Syrischen Botschaft nach Berlin, um für 7.- Euro ein Durchreisevisum zu beantragen.
 
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Da die starken Vibrationen am Lenker meine GoPro Videokamera bei Offroadfahrten im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich zerstört hatten, entschied ich mich dieses Mal dazu meine Kamera so am Helm zu befestigen, dass ich während der Fahrt ruckelfreie Videos aufnehmen und gleichzeitig den Bildschirm der Kamera im Auge behalten kann.
 
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Die Verwendung von Schrauben mit sehr dünnen Köpfen ohne Unterlegscheiben zur Befestigung am Fieberglashelm macht die Halterung abnehmbar und sorgt für ein schnelles Ausbrechen im Falle eines seitlichen Sturzes, während der breite Metallbügel das Eindringen der Schrauben im Fall eines frontalen Aufpralls verhindern.
 
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Zur Sicherung meiner Fotos nahm ich sehr viele Speicherkarten mit. Mit überall am Motorrad versteckten Kopien kann man das Risiko eines Datenverlustes durch den Ausfall oder Diebstahl des Computers oder einer Beschlagnahmung durch die Polizei verringern. Den Samsung NC10 Laptop bzw. Series 5 Ultrabook habe ich statt mit einer mechanischer Festplatte mit einer sau schnellen und vor allem haltbaren SSD ausgerüstet. Die Akkus meiner Geräte liessen sich alle normal per 230 Volt aber auch mit 12 Volt über den Zigarretteenanzünder des Motorrades laden.
 

Auch langlebige digitale Spiegelreflexkameras sind inzwischen erschwinglich geworden. Sie sind immer bereit und lösen viel schneller aus als Pocketkameras, die viel Zeit zum starten brauchen. Es muss auch nicht immer das neueste Modell sein. Ein gebrauchtes Vorgängermodell wie die Kamera Canon EOS 400d macht ebenfalls tolle Bilder, hat aber keinen so hohen Wertverlust wie ein Neugerät.
 
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Kurze Zeit später erhielt ich meinen Pass von der Syrischen Botschaft zurück und schickte ihn gleich mit 22 Euro so wie einem Anschreiben, einem Passbild, einer Kopie meines Fahrzeugscheines und dem obligatorischen Rückumschlag weiter zur Ägyptischen Botschaft in Frankfurt. Die Visa für den Sudan und für Ethiopien wollte ich mir aus Zeitgründen erst in Kairo besorgen, in der Hoffnung dabei mehr Glück als andere Reisende vor mir zu haben. Ich wollte vor der Regenzeit, die im März beginnt und die die schlechten Strassen unpassierbar macht, durch sein.
 
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Beim Meldeamt erwarb ich einen Internationalen Führerschein, bei der Zulassungsstelle eine internationale Zulassung. Vom ADAC erhielt ich eine Auslandskrankenversicherung so wie ein Carnet de Passages en Douane Zolldokument, nachdem ich ca. 180 Euro Gebühr und 3000 Euro Kaution hinterlegt hatte.
 
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Die nächsten Tage verbrachte ich damit, mein 700 Euro Motorrad fernreisetauglich zu machen. Neben dem höher gelegten Kotflügel, härteren Gabelfedern, einem rostfreien Endtopf von Sebring, einer breiteren Seitenständerplatte und einem selbst gebauten Motorschutz, montierte ich Alukoffer,
 
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verstärkten diese von innen mit genietetem Riffelblech und rüsteten sie mit einem 230 Volt Stromanschluss aus, um unterwegs die Akkus meiner Kameras und anderer Geräte laden zu können. Die riesigen, originalen Blinker meiner Honda Transalp mussten schicken, kleinen LED Blinkern mit E Prüfzeichen weichen , um die Kofferdeckel leichter öffnen zu können.
 
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Dem Cockpit wurde ein 12 Volt Stromanschluss fürs Navi spendiert. Die Entscheidung für die Verwendung eines Garmin Nüvi mit Routen-Navigation in Verbindung mit Kartenmaterial von tracks4africa.com erwies sich als gold richtig. (Zu verkaufen für 50.- Euro. Bei Interesse einfach eine Email schreiben).
Für den Transport von Ersatzreifen verlängerte ich das Heck nach hinten. An Stelle des Topcase montierten ich zwei stabile Halter für Reserve Benzinkanistern mit jeweils 5 Litern Fassungsvermögen, um die Reichweite der Honda XL 600V Transalp PD06 mit ihrem originalen 19 Liter Tank zu erhöhen.
 
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Der Deckel der Transportboxen dient gleichzeitig als abnehmbare Sitzgelegenheit und als Abwaschwanne.
 
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Für den Transport von 10 Litern Trinkwasser rüstete ich meinen Tankrucksack mit einem faltbaren Wasserkanister aus, der jedoch undicht wurde und schon bald normalen Plastikflaschen weichen musste, die man sowieso überall bekommt.
 
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Die Sonne schien, als ich mein Haus ab schloss und mich nach Insbruck auf machte. Von Österreich ging es über den Brenner nach Italien. Im Hafen von Ancona buchte ich eine Kreuzfahrt per Fähre nach Griechenland und legten wenige Stunden später ab. Die Fähre nach Alexandria gab es damals leider noch nicht. Ab Patras folgte ich der schönen Küstenstrasse, vorbei an einigen Schiffswracks nach Piräus. Von hier ging es weiter auf die griechische Ferieninsel Kos und dann nach Bodrum ans türkische Festland.
 
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Die Einreise verlief total unkompliziert. Direkt am Hafen konnte man für nur 5 Euro eine Versicherung abschliessen.
Als es dunkel wurde, suchte ich unweit der Küste einen geschützten Platz um wild zu campen. Ich musste einem anderen Reisenden dabei helfen sein Zelt auf zu bauen. Er hatte sowas noch nie in seinem 63 Jahre langen Leben gemacht. Na das kann ja heiter werden ;-)
 
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Am nächsten Morgen hatte ich Glück mit dem Wetter. Die Sonne lachte und ich folgte der kurvigen Küstenstrasse Richtung Antalya, wo ich nachts hinter einer Düne zelteten. Ich konnte es kaum erwarten am folgenden Morgen mit meinem Motorrad im Sand zu spielen, bevor es weiter ging.
 
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In Alanya kamen ich an dem Hotel vorbei, in dem ich einige Jahre zuvor mit meiner Freundin im Urlaub war. Es war jedoch, wie alle anderen auch, um diese Jahreszeit geschlossen und so durften ich nicht herein. Da es anfing zu regnen, fragten ich einige Kilometer weiter in einer Firma, in der Paletten und Kisten hergestellt werden nach, ob ich in der grossen Lagerhalle nächtigen dürfe. Zu meiner Freude erhielten ich die Erlaubniss, mein Zelt hier vor Regen geschützt auf zu schlagen. Die Türken in der Türkei waren mir gegenüber sich viel freundlicher als die nicht integrierten Türken in Deutschland.
 
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Die Angestellten servierten heissen Tee und zeigten mir, wie man die Kisten zusammen nagelt. Als ich einem von ihnen meine Digicam in die Hand drückte mit der Bitte mich zu fotografieren, hielt er das Gerät mit dem Bildschirm zu mir und versuchte durch das Objektiv zu schauen. Offenbar hatte er noch nie eine Kamera in der Hand gehabt.
 
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Am nächsten Morgen regnete es immer noch im Strömen. Es hörte nicht auf als ich mich der syrischen Grenze näherten. Zuerst ging es zum Customs Schalter, um das Carnet stempeln zu lassen. Wild fuchtelnd schickte man mich von dort mit einem arabischen Wordschwall zum Bankschalter auf der Rückseite des Gebäudes, den ich auch beim zweiten Anlauf fand. Ich wechselte wie mir geheissen jeweils den genannten Betrag, schloss die vorgeschriebenen Versicherungen ab und stellte mich erneut in der Warteschlange vor dem Zollschalter an.
 
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Als ich schliesslich an der Reihe war, schickte man mich erneut weg um einige US$ für die Bearbeitung des Carnets zu wechseln. Also wieder mit nassen Schuhen durch das halbe Gebäude laufen, Geld zu einem miserablen Kurs wechseln und wieder anstehen. Als man mich anschliessend erneut wegschicken wollte, um noch je 1 US$ für weiss der Geier was zu wechseln, wurde ich sauer. Wehe solche Affen sind mal auf meine Hilfe angewiesen! Plötzlich konnte der Beamte englisch und liess mich die vermutlich erfundenen Gebühren direkt in US$ zahlen.
Update: In Zukunft sollen Reisen in Länder mit "Terrorcamps" und damit auch Weltreisen verboten werden.
 
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Wegen des andauernden Sauwetters in Syrien nächtigte ich in Aleppo erneut in einem Hotel und versuchten, meine Sachen zu trocknen. Die Nacht war furchtbar. Erst nervte der Muezzin mit seinem gejule per Megaphone und dann hinderte mich das laute schnarchen eines Nachbarn am schlafen.
Meine Klamotten blieben nur kurze Zeit trocken, denn es regnete am nächsten Morgen immer noch, als es Richtung Damaskus weiter ging. Als aus dem Regen Hagel wurde, legten ich eine Pause ein, bekamen heissen Tee und Teigfladen auf einer Bastmatte auf dem Boden sitzend serviert und durften mich an einem Ölofen etwas aufwärmen. Alte Männer heiraten hier minderjährige Mädchen, ohne diese zu fragen. Pädophilie ist in vielen Ländern ganz normal. Leider hatten ich den Fehler gemacht, nicht vorher nach den Preisen zu fragen. Dieses ist in Schurkenstaaten wie Syrien besonders wichtig. Bei der Abreise wurde ich natürlich betrogen und mussten für das bischen Essen fast 50 Euro bezahlen.
 
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Auf 1500m Höhe wurde der Regen zu Schnee. Der Schneefall wurde stärker. Selbst die Fahrbahn war komplett weiss, als mir plötzlich mein Vorderrad weg rutschte. Ich krachte auf die Seite, drehte mich um die eigene Achse und rutschte auf die Überholspur, wo das Motorrad schliesslich liegen blieb. Ich rettete mich in den Strassengraben. Dort raffte ich mich auf und lief den herannahenden LKW wild winkend entgegen, um sie auf die andere Spur zu weisen. Es dauerte ewig, bis zwischen den vielen heranrasenden Fahrzeugen endlich eine Lücke kam, die mir genug Zeit liess um das Motorrad, das immer noch auf der Fahrbahn lag, ebenfalls in den Strassengraben zu retten...
 
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Kurz vor Damaskus passierten ich einen Reisebus mit vielen Verletzten, der ebenfalls im Schnee geschlittert und umgekippt war. Ein Taxi zeigte mir den Weg zu einem Hotel bei dem ich mein Motorrad im Innenhof unterstellen durfte.
 
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Die Einreise nach Jordanien verlief weniger kompliziert als die Ausreise aus Syrien. Ich hatten zum Glück keine Dieselfahrzeug. Diese sind in Jordanien verboten. Frauen dürfen gar nicht erst Auto fahren. Es regnete allerdings immer noch und ich konnte kaum fahren, so sehr plagte mich der Schüttelfrost. Meine "wasserdichten" Motorradklamotten und meine Schuhe waren seit Tagen nicht mehr trocken. Da es keine Hotels gab, erhielte ich erfreulicherweise die Erlaubnis, einen Tag im Lager eines kleinen Supermarkts wohnen zu dürfen, bis mein Fieber sank und es mir wieder etwas besser ging.
 
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Dann besorgte ich mir ein "Empfehlungsschreiben" (Bittschreiben) für die Beantragung des Sudanvisums bei der deutschen Botschaft für stattliche 20 Euro.
Sanft bläst der Wind über mein Zelt, die Sterne funkeln und auf der anderen Seite des toten Meeres leuchten friedlich die Lichter der Stadt Betlehem. Doch der Schein trügt. Auf dem Weg zu einer heissen Quelle, die ins tote Meer mündet, passierte ich zahlreiche Militärposten mit scharfen Geschützen. In der Ferne hörte ich das Donnern schwerer Artillerie.

Das Ufer des auf -300 m unter dem Meeresspiegel liegenden Sees war von dicken Salzkristallen umgeben. Das Wasser war erstaunlich warm und trug mich besser als ich erwartet hatte.
 
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Ich erkundete die Umgebung und wurde von Einheimischen, die auf dem steinigen Boden Tomaten anbauen, zum Tee eingeladen. Später durfte ich hier sogar mein Zelt auf schlagen.
 
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Um Jordanien mit der Fähre in Richtung Sinai verlassen zu können, rasten ich am nächsten Tag durch wunderschöne, teils wüstenartige Steppe mit hellen, lehmfarbenen Bergen und Canyons. Mein Zelt schlug ich direkt am Strand auf.
 
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Morgens erwachte ich durch das Tackern eines Maschinengewehrs in der Ferne. Nach einem Bad im Meer wurde ich zu einem köstlichen Frühstück in einem der LKW´s eingeladen. Leider hatte ich nicht viel Zeit zum Essen. Schon bald musste ich los.
 
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Bevor ich die Fähre betreten durften erfuhr ich an der Grenze nach einigem hin und her, dass ich nach drei Tagen in Jordanien meine Aufenthaltsdauer um einen Tag überzogen hatten. Das kostete mich jetzt 6 US$ Strafe zuzüglich der happigen Ausreisegebühren.
 
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Auf der Seite von Ägypten empfing mich ein Polizist, der mir bei der langwierigen und mit 1145 Pfund extrem teuren Einreiseprozedur half. Zuerst wurde die Fahrgestellnummer des Motorrades abgepaust, dann mussten einige arabische Dokumente ausgefüllt werden etc. bevor ich eine ägyptische Zulassung und arabische Kennzeichen erhielt. Wenigstens war der Sprit hier mit 14 Eurocent pro Liter deutlich billiger als Trinkwasser.
 
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Ich nächtigte in einer Bauruine und fuhren am nächsten Tag bei starkem Seitenwind und Hagel nach Gizeh.
Im dichten Verkehr suchte ich den einzigen Campingplatz (GPS N 29°57,832 E031°09,590) der Hauptstadt. Auf den Märkten hier wurden mit riesigen Netzen gefangene Zugvögel angeboten, die in Europa unter Artenschutz stehn.
 
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Nachts konnten ich mal wieder kaum schlafen. Die Megaphone der umliegenden Moscheen schienen sich mit ihrem lauten Geheule regelrecht übertrumpfen zu wollen. Allahu akbar: "Gott ist gross". Die Menschen hier, die häufig mit ihren Hühnern, Eseln und Ziegen in einem Haus wohnen, scheinen einen erstaunlich tiefen Schlaf zu haben. Ansonsten wird man durch diesen ständigen Lärm zwangsweise zum Terrorist. Schlafentzug ist Folter und macht nachweislich aggressiv.
 
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Während mein Gepäck auf dem Campingplatz bliebt, fuhr ich nach Gizeh zu den Pyramieden (GPS N29°58'30,8" E031°08'24,8"), die inzwischen komplett mit der Stadt Cairo verwachsen sind. Ich machten viele Fotos und assen lecker Makaroni am Strassenrand.
 
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Später beantragte ich bei der Sudanischen Botschaft ( war GPS N30°02'21,8" E031°14'02,5" ist jetzt umgezogen nach 30°2'11.40"N 31°12'23.99"E) für 100 US$ das nötige Visum. Am nächsten Tag konnten ich meinen Pass abholen und Cairo mit ungewolltem Polizeigefolge verlassen. An einer Polizeikontrolle liess man mich ewig warten, bis die Beamten die uns weiter hinterher fahren sollten schliesslich ihren Tee ausgetrunken hatten. Da ich auf dass ständige Warten in der prallen Sonne keine Lust hatten, fuhr ich ab sofort bei den zahlreichen Polizeikontrollen einfach durch, ohne an zu halten. Dieses beschleunigte den Fahrerwechsel unseres unliebsamen Begleitfahrzeuges erheblich. Die Beamten sprangen erschrocken zur seite, wenn man voll auf sie drauf hielt. Wenige Tage zuvor war eine Autobombe in Cairo hoch gegangen und hatte die Aufmerksamkeit der Weltpresse erregt. Ob das der Grund war, warum man mir staendig folgte?
 
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Wo immer ich an hielt, sammelte sich eine Schaar neugieriger Kinder. Es waren sicher über huntert Stück, als ich endlich bei eingebrochener Dunkelheit einen Schlafplatz fand. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, dass sich Menschen trotzdem 10 Kinder zulegen, obwohl sie selber nicht viel zu essen haben. Ihre Probleme sind damit buchstäblich hausgemacht. Durch zu viele Kinder gelangen die Menschen in die Armutsfalle und es kommt zu Hungersnöten und Krieg.
 
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Auf der weiteren Strecke gab es keine Konvoipflicht mehr. Um den nervenden Polizeiwagen der mir trotzdem ständig folgte ab zu schütteln, fuhren ich extrem langsam, bis uns der Fahrer wild gestikulierend überholte. Er versuchte mich auf diese Weise zur Eile an zu treiben. Ich schalteten jedoch sofort mein Lichter aus und bogen in den nächsten Feldweg ein.
 
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Leider entdeckten mich die Polizisten schon bald wieder und forderten mich auf, zur nächsten Stadt in 100 km Entfernung zu fahren. Ich weigerten mich jedoch und bauten mein Zelte auf. Mitten in der Nacht wurden ich durch das Hupen zweier Polizeiwagen geweckt, deren lernresistente Insassen mich ebenfalls aufforderten sofort weiter zu fahren. Es sei hier zu gefährlich. Ich weigerten mich erneut und erreichten nach langer Disskussion mit den Beamten, die kein Englisch konnten, dass ich endlich weiter schlafen konnten. Langsam fange ich wirklich an, die Polizei zu hassen.
 
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Was sind das nur für Wichtigtuer, die ihr Geld damit verdienen, ihren Mitmenschen das Leben schwer machen, statt einer moralisch einwandfreien Arbeit nach zu gehen? Intelligenz zeichnet diese Spezies jedenfalls nicht aus. Aber Intelligenz braucht es ja auch nicht, um dumm nach Vorschrift zu handeln.
Um 6 Uhr weckte man mich pünktlich mit Sirenengeheul und Blaulicht und weiter gings, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
 
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Gegen Mittag bemerkte ich ein starkes metallisches Klackern vom Hinterrad. Eines meiner beiden 6203 Radlager hatte seinen Dienst quittiert. Unter lautem Protest unserer dämlichen Begleiter "you cant stop here" baute ich das Hinterrad aus und reparierte den Schaden.
 
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Langsam wurde es dunkel und wieder hiess es "you cant stay here" obwohl ich bereits eine gemütliche Unterkunft bei freundlichen Einheimischen in einem nahe gelegenen Gebäude organisiert hatte.
Man versprach mir ich dürften kostenlos an der nächsten Polizeistation zelten. Als ich dort ankamen, war von kostenlosem Zelten keine Rede mehr. Ich wurden von einer Streife zur anderen weiter gereicht und schließlich vor einem sau teuren Hotel abgeladen. Wenigstens konnten ich in der Stadt lecker essen und mal wieder ein Internetcafe aufsuchen, um ein wenig zu arbeiten und Fotos zu sichern. Das Leben als digitaler Nomade ist schön. Da die meisten Rechner hier extrem virenverseucht waren, war ich froh darüber, meine SD Speicherkarten mechanisch mit einem Schreibschutz versehen zu können und eine Linux Start CD zum Booten dabei zu haben.
 
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Am nächsten Morgen fettete ich unter lautem Protest meines unfreiwilligen Sicherheitspersonals, das bereits vor dem Hotel auf uns wartete, in aller Ruhe meine Kette, bevor wir mit Martinshorn und Blaulicht aufbrachen.
Als wir Luxor erreichten, interessierte sich plötzlich kein Polizeiposten mehr für mich. Ich genossen das neue Gefühl der Freiheit und quartierten mich auf einem ruhigen Campingplatz ein (GPS N25°42'41.1" E032°38'55.1").
 
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Am nächsten Tag unternahm ich eine Stadtrundfahrt, machte viele Fotos auf einem nahe gelegenen Markt und erwarb zwei beidseitig gekapselte Radlager für hinten und zwei 6202 Lager als Reserve für vorne. Zum Glück verwendet Honda normale Standartlager, die man wirklich überall bekommt. Auf dem Campingplatz zogen Leute ihre halb abgefahrenen Strassenreifen ab und montierten mitgebrachten Stollenreifen. Sie hatten erstaunlicherweise nicht nur eine ganze Dose Reifenmontierpaste sondern auch einen großen Pinsel dabei. Jungs etwas Duschgel hätte es auch getan ;-)
Ich verkaufte die gebrauchten Strassenreifen, die die beiden einfach wegschmeissen wollten und organisierte zwei alte Farbkanister um mehr Benzin für eine noch grössere Reichweite transportieren zu können. Besser zu viel als zu wenig.
 
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Nach drei erholsamen Tagen in Luxor ging es weiter nach Asuan, wo ich wild in der Nähe des inzwischen geschlossenen Campingplatzes "Adams Rest" nächtigte (GPS N24°10'15.2" E032°52'03.4").
 
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Bevor ich Ägypten verlassen konnten, mussten ich mir beim Traffic Court (GPS N24°03'41.6" E032°53'09.2") eine Bestätigung ausstellen lassen, dass ich im Land keinen Unfall hatten. Danach konnte ich meine arabischen Kennzeichen abgeben (GPS N24°05'02.6" E032°54'30.1") und mit dem normalen Kennzeichen weiter fahren. Ein Witz. Verstehe einer die Ägypter. Beim Ticketschalter erwarbe ich für 286 Ägyptische Pfund pro Person und 372 fürs Motorrad ein Fährticket (GPS N24°05'56.4" E032°53'58.8").
Die Fähre verliess Aswan am nächsten Tag mit 6 Stunden Verspätung in Richtung Sudan. In Europa hat man die Uhr, in Afrika hat man Zeit. Die Fahrzeuge der Reisenden folgten auf einem seperaten Ponton.
 
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An Bord wurden alle Pässe eingesammelt. Ich wechselte Geld und liessen mich mit meiner Isomatten vom Bordpersonal nicht aus dem Schatten der ausserhalb der Reling hängenden Rettungsboote vertreiben. Die Essensgutschein löste ich am folgenden Tag ein, als meine mitgebrachten Vorräte zur Neige gingen.
Nach der Ankunft in Wadi Halfar holte mich Mazar Mahier wie telefonisch vereinbart vom Hafen ab und brachte mich mit Anderen zu seinem Haus (GPS N21°47'46.9" E031°22'50.7"). Wir von der Fähre wurden mit lecker Gebäck empfangen und durften unsere Zelte im Hof aufschlagen während wir 18 Stunden auf die Ankunft unserer Fahrzeuge warteten. (+2499-18335149, +249-122380740 mashansharti@yahoo.com www.tour-sudan.com bzw. 01217308855 oder 0122262060 nubatia51@yahoo.com)
 
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In der Zwischenzeit erledigte Magda gegen eine Gebühr von 15.- Euro für insgesamt 197 sudanische Pfund, also ca 74.- Euro, unsere Einreiseformalitäten inklusive der vorgeschriebenen, 50 US$ teuren Registrierung bei der Polizei. Der Abschluss einer Versicherung für die Fahrzeuge ist im Sudan nicht vorgeschrieben.
Als die zweite Fähre endlich angelegt hatte, hatten wir grosse Schwierigkeiten, die Fahrzeuge über eine schmale Planke von Bord zu bekommen. Der Captain hatte absichtlich so angelegt, dass es unmöglich war die ebenfalls verschifften Gelaendewagen an Land zu fahren. Wahrscheinlich wollte er auf diese Weise von den offensichtlich wohlbetuchten Zimbabwern, die mit auf der Fähre waren, Backschisch für das Umrangieren der Fähre erpressen.
 
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Die Einreise selbst verlief bei grosser Hitze recht unspektakulär, dauerte aber trotzdem viele Stunden. Zum Glück fand niemand den Wein, den andere Touristen in einen Reservebenzinkanistern schmuggelte. Islamische Länder, in denen Alkohol verboten ist, sind nichts für charakter schwache Alkoholiker. Schliesslich konnten wir die schwierigste und längste Etappe ohne Wasser- oder Spritversorgung der Abenteuerreise beginnen.
Die perfekte Asphaltdecke der neu gebauten Strasse hörte immer wieder ganz unerwartet auf. Dann hiess es eine der vielen Ausweichpisten zu nehmen, die teilweise im Weichsand verliefen und plötzlich ganz aufhörten. Wir kämpften uns bei sengender Hitze wacker voran. Nachts campierten wir mitten in der Wüste unter einem riesigen Sternenzelt.
 
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Nach einer entspannten aber recht windigen Nacht entschieden wir uns dazu, bis Dongola auf der Piste zu bleiben. Die Fahrt zu bereits asphaltierten Abschnitten der neuen Strasse führten meist durch Sandfelder mit tiefen Spurrillen der Baufahrzeuge. Dort mit unseren beladenen Motorrädern durch zu fahren war fast unmöglich. Update: Inzwischen ist die asphaltierte Strasse durchgehend fertig gestellt.
 
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Auf einem besonders harten Wellblechabschnitt erlag mein nicht gefettetes unteres Lenkkopflager dem feinen Sand und den starken Vibrationen. Hätte ich es doch vor Beginn der Reise gefettet. Nun konnte ich nur noch ruckartig mit grossen Kraftaufwand lenken. Am Ende unserer Kräfte erhielt ich abends die Erlaubnis, in einer Moschee zu übernachten. An das nervtötende Gejaule der Megaphone in aller Frühe hatte ich mich inzwischen mehr oder weniger gewöhnt (GPS N19°03'30.3" E030°27'36.8").
 
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In der Hoffnung mein Lenkkopflager in der Hauptstadt austauschen zu können, bretterten ich am nächsten Tag 520 Kilometer auf perfekter Asphaltstrasse durch die rote Wüste, vorbei an vielen Kamelherden und riesigen LKWs mit bis zu 44 Rädern, nach Karthoum. Es war heiss und so hell, dass der Weissabgleich meiner Videokamera damit nicht zurecht kam. Ich war froh, meine Sonnenbrille dabei zu haben. In Karthoum campierte ich auf dem Paradeplatz (GPS N15°31'25.8" E032°34'11.1").
 
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In einem grossen Kaufhaus gab es zunächst einmal lecker Pizza. Dann besuchte ich das Internetcafe, um diese Zeilen zu schreiben.
In der Werkstattmeile (GPS N15°33'41.3" E032°31'56.4") fand ich nach einigem Suchen ein Kegelrollenlager mit 25 Millimetern Innendurchmesser, dass in die Lagerschale meines defekten Lagers passte. Ich liess es auf die benötigten 26 mm aufdrehen und bauten es erfolgreich ein (GPS N15°34'14.6" E032°31'33.3"). während ich einen Schlosser dabei fotografierte, wie er das defekte Lager mit Hilfe einer Flex vom Lenkkopf entfernte, wurde mir meine Kamera plötzlich von einem Bullen in Zivil aus der Hand gerissen.
 
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Da fotografieren im Sudan generell verboten ist, wurde ich verhaftet und musste mit auf die Wache. Sowas gibt es sonst nur in Deutschland. Nach langem hin und her konnte ich die dummen Beamten endlich davon überzeugen, dass sich in meiner Digitalkamera kein Film befindet und ich die Speicherkarte auch nicht zerstören, sondern nur formatieren werde. Dann durfte ich die Wache endlich wieder verlassen. Leider gelang es mir im nächsten Internetcafe nicht, die gelöschten Fotos mit Hilfe einiger Spezialprogramme wieder herzustellen. Glücklicherweise besass ich von den meisten gelöschten Bildern bereits ein Backup auf anderen Speicherkarten, versteckt in meinem Gepäck.
 
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In der Ethiopischen Botschaft (GPS N15°34'54.6" E032°32'03.9") erhielt ich am nächsten Vormittag für 20 US$, 2 Passbilder und einer Kopie des Carnets innerhalb von 4 Stunden mein Visum. Dann verliessen ich Karthoum. In Gedaref wollten ich zu Mittag essen und verursachten auf der Suche nach Brot und Obst einen riesigen Menschenauflauf. Man merkte, dass ich mich der ethiopischen Grenze näherten. In den Südsudan wollten ich nicht. Dort tobt ein Bürgerkrieg und es herscht eine Hungersnot wegen Überbevölkerung. Selbst um Trinkwasser müssen die Menschen kämpfen. Sprit gibt es gar nicht. Eritrea und Somalia waren ebenfalls nicht zuletzt wegen der Piraten viel zu gefährlich für mich alleine.
 
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Die Ausreise aus dem Sudan verlief am nächsten Morgen total unkompliziert. Fast hätten ich die Grenze übersehen. Zunächst wurde in einem unscheinbaren Haus am Strassenrand (GPS N12°56'33.3" E036°08'53.9") mein Pass, dann in einem anderen Haus (GPS N12°57'30.0" E036°09'01.8") das Carnet gestempelt. Eine Versicherung schlossen ich nicht ab. Selbige war zwar vorgeschrieben, wurde aber nie kontrolliert und würde im Fall eines Unfalls bestimmt auch nicht bezahlen.
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In Ethiopien genauer gesagt Galabat empfing mich das bunte Leben. Die Leute waren sehr freundlich und lachten viel. Frauen liefen bunt gekleidet und ohne Kaftan herum. Kinder spielten auf der Strasse mit Hühnern. In Ethiopien werden die meisten Mädchen FGM beschnitten siehe 3Sat Nano vom 6. Februar 2015.
Es gab kaum private Autos, sondern lediglich Busse und LKW´s zum Personentransport. Ich konnte endlich wieder nach Herzenslust fotografieren.
 
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Während ich zwischen den vielen Rundhütten umher lief, traf ich zwei Australier, die Afrika mit dem Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln bereisten. Beide waren zum Glück unverletzt, als ich ihren Bus einige Stunden später verunglückt am Strassenrand in einer Hütte stecken sahen.
Die Piste hinauf ins Hochland nach Gonder war recht holperig, bei Fech Fech extrem staubig und nach einem kleinen Regenschauer plötzlich sehr rutschig. Überall waren Menschen zu Fuß unterwegs. Zum Schutz vor der Sonne verwendeten viele Frauen einen Regenschirm. Die meisten Männer waren in schöne rote oder blaue Tücher gehüllt und trugen einen langen Stock quer über beiden Schultern.
 
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An einem steilen Abschnitt auf 2500 Metern Höhe in den Simien Mountains merkte ich, dass mein Motorrad kaum noch Leistung brachte, nicht mehr schneller als 40 km/h fuhr und bei mehr Gas einfach ausging. Letztendlich handelte es sich zum Glück nur um den auf grossen Höhen üblichen Sauerstoffmangel. Ausserdem war nach dem Fech Fech der Luftfilter verstopft und der Chokezug, mit dem Kinder gespielt hatten, hängen geblieben.
 
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Wo auch immer ich anhielt, kamen sofort Kinder angerannt um mich mit "Mosungu" bzw. "Mzungu", was auf Kiswahili weisser Mann bedeutet, schrillen Pfiffen, "ju ju ju" oder "money money money" zu begrüssen. Hier hatten es Entwicklungshelfer und zahlreiche Touristen mit grundlos verteilten Geschenken geschafft, die wegen der hohen Sterblichkeit durch HIV meist recht jungen Ethiopier davon zu überzeugen, dass man Geld nicht durch Arbeit sondern durch Betteln verdient.
 
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Immer wieder kreuzten Rinder, Esel und Ziegen die Strasse, ohne sich um den Verkehr zu kümmern. Ich musste häufig recht heftig den Anker werfen.
Auf dem Schotterweg zu den Simien Mauntains waren ich auf meine Spritreserven aus dem Sudan angewiesen. Die Tankstellen an denen man vorbei kommt hatten entweder nur Diesel oder funktionierten wegen Stromausfall gerade nicht. Vor Ort erfuhr ich, dass man die einzige Strasse des kostenpflichtigen Nationalparks nur mit einem bewaffneten Guide befahren darf, der hinten auf dem Motorrad mitfährt.
Da ich auf zusätzliches Gewicht nicht erpicht waren, folgte ich der normalen "Strasse" weiter und hatten Glück: Schon nach wenigen Kilometern sahen ich die ersten wilden Affen am Wegrand.
 
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Man hatte mich zuvor vor dem schlechten Essen in dem Land, in dem es 13 und nicht wie bei uns nur 12 Monate gibt, gewarnt. Zu meiner Freude brauchte ich meine mitgebrachten Dosenvorräte jedoch nicht an zu rühren. Überall am Strassenrand gabe es leckere Früchte, Avocados mit mehr ungesättigten Fettsäuren als zum Beispiel Hünchen, Gebäck oder das einheimische Injera. Injera ist ein grosser Sauerteig Fladen aus Teff Getreide, der mit leckerer, teilweise recht scharfer Fleischsoße und einigen Fleischstückchen oder mit Gemüse serviert wird.
 
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Zurück in Gonder hielt ich an, um auf einem Marktplatz Früchte zu kaufen. Dabei verursachte ich wie immer einen riesigen Menschenauflauf. Die Stimmung kippte, als aus dem fröhlichem Gelächter der Gruppe ein immer stärkeres Fordern nach "money money money" wurde. Ich beschloss zu verschwinden, liess meine Maschine an, schützte den Killschalter mit dem Daumen vor neugierigen Händen, die überall waren und mich fest zu halten versuchten und fuhr los. Niemand machte Platz.
 
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Der Typ, der mit meinem Licht spielte, bekam den Lenker vor die Brust, das Mädchen, dessen Hände meine Jackentaschen nach Geld durchsuchten, wurde vom Seitenkoffer zu Fall gebracht. Ein weiterer Gasstoss brachte mich aus der Reichweite der fliegenden Steine. Geschafft...
Da ich keinen ungestörten Schlafplatz fanden konnte (und das will was heissen), zelteten ich im Hof eines Hotels (GPS N12°36'37.9" E037°28'19.5").
Auf dem Weg zum Lake Tana (nicht zu verwechseln mit dem Lake Turkana in Kenya) und den blue nil falls gab es etwa alle 200 km eine Tankstelle, die in der Lage war, mir notfalls aus Fässern Benzin zu verkaufen.
 
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Als ich mittags anhielten um in der Nähe eines Panzerwracks im Schatten eines Baumes eine Pause einzulegen, kamen auch hier natürlich wieder viele Kinder angerannt. Sie trugen blaue Schuluniformen und einige hatten ihre Schulbücher dabei. Andere Touristen lasen ihnen etwas daraus vor und schenkte den fleissigen Zuhörern einige Buntstifte. Entgegen unseren Erwartungen verursachte das jedoch keine Freude sondern wilden Streit. Immer wenn der Gleichgewicht von Besitz gestöhrt ist entsteht Neid. Jeder will einen Stift oder einen Porsche haben. Es gab jedoch nicht genügend.
 
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Die Strecke durch den blue nil canyon, über die von Japanern gebaute Brücke, hinauf bis auf 3098m Höhe und vorbei an zahlreichen LKW´s Wracks am steil abfallenden Strassenrand, war sehr spektakulär. Auch hier, weit weg vom nächsten Dorf, waren wieder viele Menschen und Tiere zu Fuss auf den Strassen unterwegs. Auf die Besichtigung der Kirchen in Lalibela habe ich auf Grund der Eintritspreise von 50 Dollar pro Kirche verzichtet. Die Gegenwart interessiert mich eh mehr.
 
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Ich wechselte in Adis Abeba auf 2500m Höhe mein Motoröl und erwarb die Comesa Yellowcard, eine günstige Versicherung die in Kenia, Tansania und Malawi gültig ist. (Schnelles Internet gab es bei GPS N09°00'20.4" E038°46'02.8".)
Weiter ging es, am Lake Langano (Camping GPS N07°32'54.5" E038°41'03.0") vorbei zum Ziway See. Hier bewunderten ich zahlreiche grosse Marabu Vögel, die sich von den Abfällen der Fischer ernährten. Natürlich wurde ich auch hier wieder massiv angebettelt.
 
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Nach Moyale (Camping GPS N03°32'52.6" E039°02'55.9") führte der Weg durch tropische Vegetation in das Gebiet der Massai. Es gab viele traditionell gekleidete Frauen am Strassenrand, die Ananas verkauften.
Ab Kenia sprach man Englisch und Swahili und fuhr links. In Kenia stirbt alle 3 Stunden ein Mensch im Strassenverkehr. Den für 6 Monate auch in Deutschland gültigen Führerschein für LKW, PKW und Motorrad bekommt man hier für 100 Euro in zwei Tagen (Galileo). Das Einkommen der Bevölkerung liegt unter 70.- Euro pro Monat. Hier werden die meisten Mädchen beschnitten (NDR). Das Visum für 30 Tage kostete an der Grenze 50 US$. Was Parks angeht, haben Kenia und Tansania die teuersten Preise: Der Eintritt für eine Safari zum Ngorongoro Krater (Tansania) und den Serengeti Tierpark (Kenia) kostet jeweils rund 100 Dollar pro Person und Tag. Eine Stunde in der Nähe von Gorillas rund 500 Dollar. Der Eintritt für die Besteigung des Kilimanjaro liegt bei rund 1000 US$.
Die 250 Kilometer Höllenpiste nach Marsabit, auf der bei "Long way down" erneut eine BMW liegen blieb, brachte ich ohne Pause an einem Tag hinter mich. Viele Leute hatten zuvor vor Überfällen auf dieser Strecke gewarnt. Da diese Strecke während der Regenzeit quasi unpassierbar war, wird sie inzwischen von Chinesen asphaltiert. Bald kann man dann Afrika entlang der Ostküste vermutlich komplett auf Asphalt durchqueren.
 
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Nie zuvor habe ich eine ähnlich schlechte Piste gesehen wie diesen Transafrika Highway. Im losen Untergrund lauerten tiefe Spurrillen der entlang bretternden LKW. Mehrmals rasten nagelneue Landcruiser mit grossen Unicef Logos und fetten, schmierigen Fahrern, die sicher gut von den für hungernde Kinder vorgesehenen Spenden leben, gefährlich nah an mir vorbei.
Immer wieder setzte mein beladenes Motorrad hart auf grossen Steinen auf, versank fast im Sand oder wurde von hartem Wellblech durchgeschüttelt. Rutschte mein Vorderrad in die Spurrillen der LKW, kippte die ganze Fuhre um. Dann hiess es das gesamte Gepäck und vor allem die Benzinkanister abladen, um die schwere Maschine wieder auf zu stellen. Von meinem Reiseabschnittsgefährten war weit und breit nichts zu sehen.
 
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Hätte ich gewusst, dass es im kleinen Ort Marsabit nicht nur sau langsames Internet sondern sogar eine Tankstelle gibt, hätte ich keinen Reservesprit mitgeführt. Es war ein Wunder, dass ich auf dem Campingplatz eines freundlichen Schweizers in Marsabit lediglich den Auspuff schweissen lassen musste (GPS N02°20'44.4" E037°57'56.6").
Die Leute hier in Kenia waren freundlich und erfreulicherweise weniger aufdringlich als die Ethiopier. Auch die ebenfalls sehr schlechten 260 km nach Isiolo brachte ich erfolgreich hinter mich (Camping in Isiolo: GPS N00°17'30.9" E037°33'26.1").
 
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Unterwegs bat mich ein Masaikrieger um Trinkwasser. Statt sich für das Trinkwasser, dass ihm aus meinen knappen Reserven schenkte zu bedanken, wollte der Mann anschliessend auch noch Geld haben. Er wurde richtig unfreundlich als er keines bekam und ich war froh, dass ich bewaffnet war. Die Masai sind auch ihren Frauen gegenüber nicht zimperlich. Obwohl es in Kenia verboten ist, werden 70% ihrer Mädchen beschnitten. Jedes vierte stirbt an diesem grausamen Ritual ohne Beteubung siehe ZDF heutejournal vom 6.2.2017.
 
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Anschliessend passierte ich den Äquartor. Hier ist die Corioliskraft nicht stark genug, um das Wasser in verschiedene Richtungen abfliessen zu lassen, wie uns Einheimische weis zu machen versuchten. Jambo Jambo. In Nairobi machte ich wie jeder andere Reisende halt bei Chris im Camp Jungle Junktion.
Ich blieb einige Tage, um mich zu erholen und das für Gäste bereitgestellte W-Lan im Aufenthaltsraum zu nutzen. Draussen regnete es in Strömen.
Kenia machte einen viel zivilisierteren Eindruck als Ethiopien. Es gab grosse Einkaufszentren und viele private Autos der chinesischen Marke Lifan, aber laut Galileo vom 28.04.2013 auch den weltweit grössten Altkleider (Mitumba) Markt. Die Leute interessierten sich weniger für mich, waren trotzdem freundlich, aber nicht lästig. Als wirkliches Elendsviertel stellte sich jedoch das Slum Kibera im Südwesten von Nairobi heraus. Hier stinkt es massiv (3Sat nano 04.09.2013) und gibt Krankheiten wie Cholera und Typhus.
 
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Auf dem Weg Richtung Tsavo Nationalpark, bog ein PKW Fahrer plötzlich ohne zu blinken oder sich umzusehen nach rechts ab, während ich ihn überholte.
Zum Glück entstand an beiden Fahrzeugen nur ein geringer Sachschaden, so dass ich keinen Grund sahen auf die korrupten, ausländerfeindlichen Polizisten zu warten, die www.ourwildjourney.com wegen Missachtung eines Verkehrszeichens ins Gefängnis und anschliessend vor Gericht gebracht haben.
 
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Im Red Elefant Camp (GPS S03°22'16.4" E038°35'39.5") hatte ich das Glück in der Ferne die seltenen, roten Elefanten vorbeiziehen zu sehen. Die Elefanten sind rot, da sie sich im roten Staub der Savanne wälzen. Auf dem Weg durch den Tsavo Nationalpark hatte ich bereits wilde Zebras direkt am Strassenrand fotografieren können.
Nach einem erfrischenden Bad im Pool beobachtete ich Antilopen und diverse Vögel am Wasserloch. Elefanten sah ich leider keine mehr. Auf Grund der starken Regenfälle der letzten Tage gab es selbst in der Savanne genügend Wasser.
 
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Am nächsten Morgen fuhren ich kurz vor dem offiziellen Tor rechts ab auf einem kleinen Trampelpfad in den Park. Schon bald hatte ich das Glück Affen, Impalas und Büffel zu sehen.
Auf einer kleinen Schotterstrasse umfuhr ich die Grossstadt Mombasa.
 
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Hier konnte ich in Ruhe einige der vielen kleinen Dörfer am Wegrand besichtigen, mich unter Palmen mit den Bewohnern unterhalten und in einem kleinen Restaurant lecker frittierten Fisch mit Chapati und Gemüse essen. Hier konnte man Afrika wirklich erleben. So macht das reisen Spass.
 
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"In 200 Metern bitte links abbiegen." Ich tat wie mir mein Garmin Nüvi 255 in Verbindung mit der Afrikakarte von tracks4africa.com auf deutsch empfohlen hatte. Die kleine Schotterstrasse, auf der in der Vergangenheit immer wieder Leute überfallen wurden bis die Dorfbewohner 12 der 40 Wegelagerer lynchten, fuhr ich vier Kilometer zwischen Palmen zum indischen Ozean. Das Meer selber bekam ich jedoch erst hinter der letzten Kurve zu sehen.
 
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Ein Anblick wie aus einem Reiseprospekt überwältigte mich. Blaues Meer, weisser Strand mit Kokospalmen und davor die Fahrzeuge anderer Reisender. Nie zuvor hatte ich einen so schönen Strand gesehen.
 
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Ich organisierte einen grossen Grillabend, zu denem ich all die anderen Camper einlud. Jeder brachte einen leckeren Salat oder frischen Fisch mit. während dem Essen fachsimpelten wir über die Erlebnisse unserer bisherigen Reisen. Es war wirklich spannend zu hören, was all die anderen Leute unterwegs erlebt hatten.
So lernte ich unter anderem diese französische Familie und eine nette, sechsköpfige Familie aus der Schweiz kennen, die ihr Haus verkauft hatte, um mit vier Kindern in einem bunten Wohnmobil auf Iveco Basis auf der Suche nach einer neuen Heimat durch Afrika, Indien und Südamerika zu reisen.
 
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Auf der Fähre über den Nassa See in den Sudan hatten sie sich mit einer kleinen Familie aus Frankreich zusammen geschlossen, die in einem Fiat Ducato Camper unterwegs ist.
Wim und Chantal aus Belgien und Holland waren schon seit längerer Zeit mit einem Land Rover Defender unterwegs. Das deutsche Paar von www.kroksafaris.de lebte schon seit einigen Jahren in Afrika, während Stefanie und Stefan nur zum Arbeiten nach Kenia gekommen sind.
 
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Beide bestellten so wie ich am Morgen bei einem der Beachboys gegrillten Fisch und Chapati als Mittagessen. Da sie jedoch den Fehler machten und eine Anzahlung leisteten ohne dafür einen Pfand zu behalten, wurde ihnen Mittags natürlich nichts geliefert.
 
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Etwas später trafen Birgitt und Sigi von www.wuestenschiff.de mit ihrem Mercedes G und das coole Paar von www.ourwildjourney.com im Nissan Patrol ein.
Es tat schon fast weh, als sich diese lustige Gruppe kurz vor Ostern auflöste.
Ich fuhr 80 Kilometer an der Küste entlang zur Grenze nach Tansania und dann eine schöne Gravel Route zum Campingplatz Peponi (GPS S05°17'14.4" E039°03'56.7"). Hier badete ich während der Ebbe im Pool und befüllte meine leer gekochte Batterie mit destilliertem Wasser, bevor es am folgenden Tag weiter nach Dar es Salaam ging. Auf einen Ausflug zum Mount Kilimanjaro verzichtete ich auf Grund der extrem hohen Eintrittspreise von rund 1000 Dollar.
 
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Da ich die Hauptstadt bereits von meiner Rundreise mit der Feuerwehr kannte, war es leicht den Weg zur Fähre zu finden, die einen hinüber nach Southbeach bringt. Dummerweise hatte sich dort etwas an der Verkehrsführung geändert. Kurz vor der Fähre stoppte mich ein Polizist und teilte mir breit grinsend mit, dass er mich chargen werde und ich mit auf die Wache müsse. Ich sei (wie viele andere Fahrzeuge auch aber ich war der einzige Ausländer) verkehrt herum durch eine Einbahnstrasse gefahren.
 
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Ich bat den Dieb in Uniform mir das Schild, das ich übersehen hatte, zu zeigen. Als er auf ein total verbogenes, ausgebleichtes Stück Blech im Gebüsch zeigte, lachte ich ihn aus und stellte meine Maschine in die Warteschlange vor der Fähre. Das Hupen der Leute hinter mir ging dem touristenfeindlichen Ordnungshüter dann wohl doch auf die Nerven. Ich durfte ohne Strafe zu zahlen weiterfahren. Glück gehabt. Mit meinem 14 Tage gültigen Transitvisum für 30 US$ hätte ich eigentlich gar nicht von meiner Strecke abweichen und nach Dar es Salaam fahren dürfen. Ein 30 Tage gültiges Touristenvisum für Tansania kostet an der Grenze 50 US$. Update: Inzwischen hat die Polizei dort neue Lasergeschwindigkeitsmesser bekommen und zockt Tozristen auf diese moderne Weise ab.
 
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Auf dem Campingplatz Sunrisebeach (GPS S06°50'59.0" E039°21'30.6") verbrachte ich Ostern bei viel zu lauter Musik inmitten einer grossen Schar von Indern. Hier traf auch Avishai aus Israel ein, der alleine durch Afrika trampt. Wir gingen zusammen im nahe gelegenen Dorf lecker einheimisch essen. Zum Frühstück gab es süßen Tee, Pfannkuchen und gekochte Bohnen mit Zucker. Zu Mittag gab es Ugali: Maisbrai mit Fleischstückchen, den man eigentlich mit den Fingern isst. Abends bestellten wir Chipsimaiei: Pfannkuchen aus Kartoffelstückchen mit Ei. Leckeres Essen zu finden, war auf dieser Rundreise wirklich nie ein Problem. Wenn man Geld hat.
 
Durch die zunehmende Verstromung von Mais in Biogasanlagen oder der Verwendung als Tierfutter in der Fleischproduktion oder zur Ethanolgewinnung als Biosprit, ist der Weltmarktpreis für dieses Nahrungsmittel so hoch gestiegen, dass sich hier immer weniger Menschen eine Mahlzeit leisten können, siehe ARD Dokumentation "Der Mais-Wahn".
 
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Avishai erzählte mir, dass er an der Grenze von Kenia nach Ethiopien einen Motorradfahrer getroffen habe, der sein Visum nicht im Voraus bei der zuständigen Botschaft beantragt hatte. Der arme Kerl war total fertig. Er musste die gesamte Höllenpiste nach Isiolo, die er gerade erst gekommen war, wieder zurück fahren, da man das Visum für Ethiopien nicht an der Grenze, sondern nur in Nairobi bekommt. (Edit: Inzwischen bekommt man das Visum leider nur noch per Post bei den Botschaften in Europa . Ausserdem braucht man eine Bestätigung des Carnets von der Botschaft .)
Ich traf Avishai zufällig nochmal am Strassenrand in Mbeya und erneut in Mzuzu in Malawi. Wir verabredeten, uns erneut in Nkhata Bay im Camp Butterfly (GPS S11°36'43.6" E034°18'17.0") www.butterfly-space.com ) direkt neben Mayoka Village ( www.mayokavillage.com ) zu treffen. Aber der Reihe nach.
 
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Von Dar es Salaam aus folgte ich der Hauptstrasse, die auch durch Morogoro und den Mikumi Nationalpark führt, durch trockene Savannenlangschaft in Richtung Westen. Als ich auf Safari eine Pause einlegen wollte, wurde ich von einem Schwarm grosser, agressiver Tse Tse Stechfliegen (wie deutsche Bremsen) regelrecht angefallen. Nur durch schnelle Fahrweise konnte ich den Insektenn die versuchten sich an meiner schwarzen Motorradjacke fest zu halten, entkommen.
Im Park folgte ich der ausgeschilderten Abzweigung zu einer Lodge, in der Hoffnung auf dem Weg dorthin Tiere zu sehen. Da die Schranke zum recht verwilderten Resort offen und niemand da war, folgte ich der Piste tiefer in den Gamepark und setzte meine Afrika Safari fort.
 
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Nach wenigen Kilometern sah ich die ersten Giraffen auf dieser Tour. Kurz darauf kam mir ein Elefant entgegen. Ich hielt in gebührender Entfernung an und schaltete den Motor ab. Der Elefant kam langsam näher. Schliesslich verliess der Dickhäuter die Piste und verschwand im Unterholz. Als ich mich der Stelle vorsichtig zu Fuss näherte, sah ich weitere Elefanten. Da einer von ihnen anfing laut zu trompeten, beschloss ich auf weitere Fotos zu verzichten und lieber zu verschwinden.
 
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Ich verbrachte viele Stunden im Park, folgte den verschiedenen Wegen, die in meinem GPS aufgeführt waren und erfreute mich an der schönen Gegend, an Impalaherden, Zebras und Giraffen.
Als es dunkel wurde, fuhr ich zurück zur Lodge. Als ich mich näherte, kam ein schwarzer Mann mit einem leichten Maschinengewehr angerannt und legte auf mich an. Ich verstand nicht was er sagte, hielt an und blieb auf dem Motorrad sitzen, da auf diese Weise die Front der Maschine einen Grossteil meines Körpers verdeckte und ich dem Kerl nicht zutraute, gezielt schiessen zu können.
 
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Immer mehr Gestalten kamen angerannt, schlossen die Schranke und versperrten mir so die Weiterfahrt. Einer von ihnen sprach gebrochen englisch und wollte 100 US$, da ich mich illegal im Park aufgehalten habe.
Ich lachte ihn aus und log, dass ich nicht so viel Geld dabei habe. Daraufhin fragte er wie viel ich denn habe. Ich nannte eine viel niedrigere Summe und fragte woher ich wissen sollte, dass der Weg gebührenpflichtig sei, wenn kein Schild da steht. während wir verhandelten, wurde es stockfinster. Ich schob meine Maschine langsam nach vorne, näherte mich der Schranke und löste die Kette.
 
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Rasselnd öffnete sich der Schlagbaum. Sofort schob ich meine Maschine einen Meter weiter, sodass die Schranke nicht erneut geschlossen werden konnte. Der bösartige Kerl legte erneut auf mich an und forderte mich auf zurück zu fahren. Ich weigerte mich. Hätte mich der Kerl erschiessen wollen, hätte er es längst getan. So aber stand eine lange Nachtwache vor ihm, da mich nun ausser seiner Waffe hier nichts mehr hielt. Als er das begriff, liess er schliesslich die Waffe sinken und verschwand.
 
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Ich fuhr die 10 Kilometer bei absoluter Dunkelheit zurück zur Hauptstrasse und verliess den Park auf dem Weg den ich gekommen war. Da es zu dunkel war um in der bewaldeten Gegend einen versteckten Lagerplatz zu finden, fragte ich den Dorfältesten, den Häuptling des Stammes in einem kleinen Dorf, ob ich mein Zelt neben seiner Lehmhütte aufbauen dürfe. Als Dank für seine Erlaubnis bekam er von mir bei Sonnenaufgang eine Mütze geschenkt. Dann folgte ich der Hauptstrasse durch den Mikumi Nationalpark.
 
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Schon am Gate begrüssten mich zahlreiche Affen, die sorglos auf der Strasse spielten. Auch heute sah ich wieder viele Giraffen, Zebras, Impalas, Wasserbüffel und sogar Elefanten. Um Tiere zu sehen ist eine Fahrt in den Park also gar nicht notwendig.
Hinter Iringa schlug ich mein Zelt bei Einbruch der Dunkelheit versteckt in einem dichten Wald auf. Von der Existenz des Waldes hatten mir zwei Radfahrer aus den USA berichtet, die mir entgegen kamen.
Die Ausreise aus Tansania und die Einreise ins Tabakanbauland Malawi am nächsten Tag waren kostenlos und dauerten weniger als 5 Minuten. Die zahlreichen aufdringlichen Geldwechsler ignorierte ich, wie sich später herausstellte, zurecht.
 
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Als ich Avishai im Camp Butterfly am Malawisee wieder traf, erzählte er mir, wie er an der Grenze Geld wechseln wollte, da ihm ein guter Kurs angeboten wurde. Nachdem er sein Geld erhalten und nachgezählt hatte gab er dem Drücker den vereinbarten Betrag. Plötzlich wollte dieser mehr Geld und nannte einen viel schlechteren Kurs. Avishai gab ihm sein Geld zurück und der Typ rannte davon. Als Avishai, der mit all seinem Gepäck an der Grenze stand, sein eigenes Geld nachzählte, fehlte ein Grossteil davon. Der Drücker hatte es unbemerkt verschwinden lassen.
 
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Tipp: Wer trotz der gebürenfreihen Einreise Geld an der Grenze wechseln möchte um beispielsweise eine Versicherung abzuschliessen, sollte das Büro auf der malawischen Seite nutzen. Die ersten Geldautomaten gibt es in Karonga.
Im steilen und daher nicht für Autos geeigneten Camp Butterfly verbrachten wir einige schöne Tage am See. Im nahe gelegenen Dorf verpflegten wir uns köstlich. Ich schnorchelte, während Avishai sich im Kanu fahren übte. Selbiges hatte ich bereits einige Tage vorher versucht, als ich in der Nähe von Karonga in einem kleinen Fischerdorf direkt am See unter den neugierigen Augen der vielen Kinder der Nachbarschaft zeltete. Die Fischer dort behandelten mich sehr freundlich und voller Respekt.
 
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Claudio und Ruth waren die ersten Motorradfahrer, die ich auf meiner Rundreise traf. Er mit seiner Afrika Twin und sie ebenfalls mit einer Transalp waren auf dem Weg Richtung Norden. Wir tauschten Erfahrungen und GPS Koordinaten aus, bevor ich am Chitimba Strip vorbeifuhr.
Da es nachts stark geregnet hatte, waren einige Flüsse über die Ufer getreten. An einer solchen Stelle warteten Kinder und wiesen mir lachend den Weg, den ich fahren sollte. Ich war jedoch bereits lange genug in Afrika unterwegs um ihnen nicht zu trauen. Das Wasser an der besagten Stelle war viel ruhiger als überall sonst.
 
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Mit einer ein Meter langen Maisstaude prüfte ich die Tiefe, konnte aber den Grund nicht erreichen. wäre ich dort hinein gefahren, hätte der Motor Wasser gezogen und die Motorradtour wäre zu Ende gewesen. So aber suchte ich mir eine flache Stelle und erreichte trotz starker Strömung mit dem Motorrad unversehrt das andere Ufer.
Als ich an einer schönen Stelle anhielt um meine Kette zu ölen, lud mich der Sohn einer grossen einheimischen Familie zum Zelten auf ihrem Grundstück ein (GPS S12°08'18.5" E034°02'08.7"). Ich wurde bestens mit Nsima, gegrillten Maiskörnern und frisch gebackenem Brot verpflegt. Bei der Abreise in Richtung Cool Runnings auf Senga Bay freuten sich alle sehr über das Moskitonetz, das ich ihnen schenkte.
Im Camp Cool Runnings, das schon von weitem mit einem gelben Smiley ausgezeichnet ist, gab es einen gut gefüllten Book swap, ein Regal mit Büchern, von denen man sich eines im Tausch gegen ein anderes mitnehmen darf. Auf diese Weise hat man auch ohne viel Gepäck immer etwas Neues zu lesen (GPS S13°43'50.6" E034°37'08.3").
 
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Hier lernte ich zwei Hebammen aus den USA kennen, die in einem Krankenhaus bei Mzuzu ein mehrmonatiges Praktikum absolviert haben. Sie berichteten mir von den schlechten Verhältnissen in der Klinik. Trotzdem reisen Frauen sogar aus Sambia an, um in dieser vergleichsweise guten Einrichtung ihr Kind zur Welt zu bringen. Erschreckend ist die Tatsache, dass dort jede dritte Frau bereits bei ihrer ersten Entbindung HIV positiv war siehe auch 3Sat Nano vom 28.11.2014. Ansonsten liegt die AIDS Rate in Kenia zwischen 34% (3Sat) und 70% (SternTV), obwohl es die Medikamente kostenlos gibt. Die Krankheit verbreitet sich so schnell, da Frauen beim Tod ihres Mannes an seinen Bruder weiter vererbt werden.
 
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Nach Monkey Bay fuhr ich auf einer neuen Asphaltstrasse ab GPS S14°25'44.1" E034°35'52.4", obwohl die Beschilderung auf eine sehr schlechte Schotterstrecke verweist. Ab Monkey Bay führen 20 Kilometer Wellblechpiste nach Cape Maclear.
Ich schlug mein Zelt im Camp Fat Monkey auf, nachdem ich Familie Roberts, die super freundlichen, neuen Besitzer kennengelernt hatte (GPS S14°01'25.7" E034°50'29.5") fatmonkey@africa-online.net). Hier liess ich meine schwarze Kiste mit den Reservespritkanistern zurueck, da ich sie nun nicht mehr brauchte.
 
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Nachdem ich später 1,9 km zur vorgelagerten Insel Lissard Island und wieder zurück geschwommen war, war ich recht hungrig. Ich kochte Nudeln mit Thunfisch als Petra ankam. Petra leitet das Projekt www.stonesforlife.net in Luchenza und ist die gut 300 Kilometer im Minibus eingepfercht zwischen 22 Leuten angereist. Spontan lud ich sie zum Essen ein. In Gesellschaft schmeckt es einfach besser.
 
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Auf einem Spaziergang ins nahe gelegene Dorf am naechsten Tag wurde ich von zwei Hunden angefallen. Die beiden Köter kamen ganz plötzlich laut kläffend aus einer Lehmhütte gerannt. Da ich, wie die meisten hier, nur Flip Flops und keine vernünftigen Schuhe an hatte, konnte ich mich kaum wehren. während der eine an meiner Hose zerrte, biss mich der andere in die Wade, bis ihn sein Besitzer, der gemütlich vor seinem Haus saß, endlich zurück pfiff. Zum Glück war die Wunde nicht tief und verheilte gut desinfiziert ohne weitere Spätfolgen.
 
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Bei Einbruch der Dunkelheit kam Familie Mann aus Deutschland mit ihrem hochgelegten, geländegängigen Iveco an. Nach einem tollen Frühstück am nächsten Morgen mit selbst in der Pfanne gebackenen Brötchen und frischen Erdbeeren, zeigten sie uns Bilder ihrer abenteuerlichen Reise entlang der Westküste mit vielen Wasserdurchfahrten: www.five-in-a-box.de.
Bei der kleinen Fabrik "Toys are us", die kurz vor Cape Maclear nicht nur Bagger und Strassenraupen mit beweglichen Gliedern sondern auch Land Rover und andere Fahrzeuge aus Holz herstellt, hatten sie sich ein Abbild ihres Wohnmobils anfertigen lassen.
Wir grillten, unternahmen eine gemeinsame Bootstour nach Otterspoint und planten unsere weitere Reise. Ich entschied mich zusammen mit Petra auf dem Motorrad nach Luchenza zu fahren und dort einige Tage zu bleiben. Weiter gehts auf der nächsten Seite.
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